Gelungene Tests und Sprung unter die Top Ten
28.03.2008

EL ARENAL. Für die 49er-Segler Jan und Hannes Peckolt aus Hamburg und Kiel ging es am Freitag (28. März) bei der Europameisterschaft erneut nach oben. Dem T-Systems Team 2008 gelang nach drei weiteren Wettfahrten vor El Arenal im spanischen Mallorca der Sprung unter die Top Ten. Den Absturz des Tages erlebten Iker Martinez und Yabi Fernandez aus Spanien. Die Goldmedaillengewinner von Athen 2004 verloren eine 25-Punkte-Führung und fielen einen Zähler hinter ihre Landsmänner Federico und Aturo Alonso Tellechea zurück.

„Wir sind mit dem Tag zufriedener als es das Ergebnis aussagt“, bilanzierte Hannes Peckolt drei Rennen, die vor allem von unvorhersehbaren Winddrehern geprägt waren. Bei einer typischen Seebrise führt der Erfolgsweg in der Bucht von Palma nämlich normalerweise über die linke Seite der Regattabahn. „Im zweiten Tagesrennen waren wir in Lee super gestartet und auf der linken Seite gut rausgekommen, als es plötzlich kippte und die gesamte rechte Seite vor fuhr“, berichtete der Vorschoter. Bei den Kurzrennen über zwei Runden ist dann kaum noch etwas gut zu machen – die Peckolts wurden 19.

Viel wichtiger sei ihnen jedoch gewesen, eine neue Startvariante erfolgreich ausprobiert zu haben. „Wir setzen unsere Platzierung keinesfalls leichtfertig aufs Spiel“, erklärt Jan Peckolt, „aber wir wollen und müssen bei der EM einiges testen, was logischerweise nicht immer alles klappt oder gut ist.“ Die EM sei halt nach erreichter Olympiaqualifikation kein Zielwettkampf mehr. Die Brüder hatten ihre Fahrkarten nach Qingdao/China bereits in Januar bei der Weltmeisterschaft gezogen und bereiten sind nun bedingungslos auf die Olympischen Spiele vor. „Wir werden am Sonnabend trotzdem alles versuchen, um den Platz im Medalrace der besten Zehn zu verteidigen“, versprach der Steuermann.


Zwischenstand nach dem vierten Tag der 49er-Europameisterschaft in El Arenal/Spanien:

1. Federico und Aturo Alonso Tellechea (Spanien) 52
2. Iker Martinez/Xabi Fernandez (Spanien) 53
3. Nico Delle Karth/Nikolaus Leopold Resch (Österreich) 58
4. Rodion Luka/Geogiy Leonchuk (Ukraine) 59
5.
Tim Wadlow/Chris Rast (USA) 72
6.
Pietro und Gianfranca Sibello (Italien) 82

10. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 102


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