Durchwachsener Tag bei weiter frischer Brise
21.04.2008

Vier Tagesrennen bedeuteten am Montag (21. April) bei der internationalen Segelwoche im südfranzösischen Hyères volles Programm in der 49er-Klasse. Zweimal hui und zweimal pfui lautete die Bilanz von Jan und Hannes Peckolt. Das T-Systems Team 2008 aus Hamburg und Kiel segelte in den Gruppenwettfahrten die Serie 7, 14, 4 und 13, ist als Gesamt-15. aber nur drei Punkte von den Top Ten entfernt, die am Ende ins finale Medaillenrennen gehen werden. An der Spitze liegen die Ukrainer Luka/Leonchuk knapp vor Martinez/Fernandez aus Spanien.

 „Wir hatten den ganzen Tag Überdruck und sind im letzten Rennen sogar einmal gekentert“, berichtete Hannes Peckolt, „alles in allem ist das bislang zu viel Wind, um derzeit mit den besten der Klasse mitzufahren.“ Typisch sei der vierte Platz nach einem 1a-Start und idealer Taktik gewesen. „Unter normalen Umständen gewinnen wir so ein Rennen“, meinte der Vorschoter, „aber uns fahren hier einige vom Bootsspeed her einfach über den Schlappen.“ Die Peckolts sind bereits voll auf Leichtwind getrimmt und nehmen die Nachteile während der konzentrierten Olympiavorbereitung bewusst in Kauf. 

Auch mit dem gewählten Materialsetup waren die Brüder nur bedingt zufrieden. „Wir probieren hier einen neuen Mast aus, der bislang keinen wirklich überzeugenden Eindruck macht“, so Jan Peckolt, „und wir vermuten, dass er die Minuspunkte auch bei Leichtwind nicht wird wettmachen können.“ Unterm Strich bliebe jedoch die Erkenntnis überhaupt, ein weiterer Mosaikstein im Testprogramm für Qingdao. „Wenn alles gut funktionieren würde, wären wir am Ende ja genauso schlau wie vorher“, resümierten die Brüder nach einem durchwachsenen Tag.

 

Während für Dienstag (22. April) der berüchtigte Mistral vorhergesagt wurde, der mit bis zu acht Windstärken aus dem Rhonetal alle Hoffnungen auf eine Fortsetzung des Regattaprogramms zunichte machen würde, soll sich die Wetterlage in der zweite Veranstaltungshälfte an der Mittelmeerküste deutlich beruhigen. Die 49er-Klasse ist nach dem stürmischen Auftakt am Sonntag noch ein geplantes Rennen im Rückstand.

  

Zwischenstand nach fünf Wettfahrten

 

1. Rodion Luka/George Leonchuk (Ukraine) 6 Punkte

2. Iker Martinez/Xavier Fernandez (Spanien) 7

3. Simon Hiscocks/Dave Evans (Großbritannien) 11

4. Marcin Czajkowski/Krzysztof Kierkowski (Polen) 12

5. Nico Delle Karth/Niko Resch (Österreich) 15

6. Chris Rast/Tim Wadlow (USA) 15

  

15. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 28


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