Wechselhafter Olympiaauftakt endete auf Platz zwölf
10.08.2008

Vom Ergebnis her sind wir nicht zufrieden, aber unser erster Wettfahrttag bei den Olympischen Spielen hätte noch schlechter laufen können. Kleine Fehler mit großer Auswirkung haben uns das Endergebnis vermasselt. Aber wir haben trotz des zwölften Gesamtplatzes etliche positive Erkenntnisse gezogen.

Die Voraussetzungen waren zunächst gar nicht so schlecht. Es wehte schon vormittags eine kleine Brise, die allerdings an Land auf der großen Mole am Olympiahafen immer stärker ist, als draußen auf See. Der Wind hat gar nicht so sehr gedreht, nur die Löcher und Böen waren teils extrem. Im dritten Rennen war er dann so schwach, dass Hannes auf der Startkreuz in der Mitte des Bootes am Mast sitzen musste und Jan auf dem Wing. An Trapezsegeln war überhaupt nicht mehr zu denken. Die Bedingungen waren gerade noch okay und wir haben hier auch schon Tage mit noch weniger Wind erlebt. Immerhin standen wir in den ersten Rennen zumindest ab und zu beide im Doppeltrapez.



Im Ziel der dritten Wettfahrt

Zweimal gut und einmal brauchbar zu starten, ist eigentlich eine hervorragende Grundlage für einen gelungenen Regattatag. Auch konnten wir jedesmal auf die Bahnseite von Kurs Alpha fahren, auf die wir wollten. Doch anfangs fehlte etwas Glück. Zwei oder drei Mal sind vor uns Gegner gehalst und haben den Weg versperrt. Ein Hauptproblem lag daran, dass wir die starke Strömung in Verbindung mit den Abwinden der anderen Boote falsch eingeschätzt haben. So gelang uns im dritten Rennen, als wir als Dritte die Luvtonne rundeten, die Halse mit gleichzeitigem Setzen des Spinnakers nicht. Da das Feld sehr kompakt ist, sind dadurch gleich eine ganze Menge Gegner vorbeigezogen.



Sogar die Zuschauer konnten die Rennen auf Bahn Alpha gut verfolgen.

Neuer Tag, neues Glück. Morgen werden wir versuchen, angesichts ähnlicher zu erwartender Bedingungen etwas vorausschauender zu Werke zu gehen, und hoffen dann auf eine Ergebnisverbesserung. Niedergeschlagen
sind wir keineswegs, denn wir haben zwischendurch immer wieder gespürt, dass wir mit allen Konkurrenten mithalten können.



Riesen-Tanzshow mit Feuerwerk bei der Eröffnung in Qingdao.

Am Sonnabend waren wir zu der eigens für die Segler organisierten Eröffnungsfeier in Qingdao. Obwohl hier „nur“ 62 Nationen teilnehmen, und nicht 205 wie an den gesamten Spielen in Peking, war das schon ein ordentliches Spektakel. Die
aufwendigen Showeinlagen mit viel Feuerwerk und Licht verdienten unseren Applaus. Als die Olympische Fahne gehisst und später das Olympische Feuer auch in Qingdao entzündet wurde, lief jedem ein kleiner Schauer der Freude den Rücken herunter. Da wurde uns noch einmal bewusst, dass wir hier am Ziel unserer harten Arbeit der vergangenen Jahre angelangt sind.



Jan (links) und Hannes (rechts sitzend) bei der Eröffnungsfeier mit dem deutschen Team.

Beste Grüße aus Qingdao von

Pit und Hannes

 

Ergebnisse und weitere Informationen gibt es unter anderem auf der Website www.sailing.org/olympics.


Weitere Bilder von der Eröffnungsfeier:


Fahnenträgerin Petra Niemann


Die deutsche Abordnung mitten drin.


Lichteffekte spielten eine große Rolle bei der Eröffnungsfeier.


Ein Opernsängern kam von oben auf einem simulierten Segelboot.


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