Vor dem Wetterwechsel weiter auf Medaillenkurs
19.03.2008

PALMA. Noch völlig offen ist der Ausgang in der olympischen 49er-Klasse bei der 39. Princess Sofia Trophy im spanischen Palma de Mallorca. Das T-Systems Team 2008 Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) musste am Mittwoch (19. März) zwar Rang zwei an die punktgleichen Sibello-Brüder aus Italien abgeben, blieb aber mit neun Zählern Rückstand zur Spitze auf Medaillenkurs. Rodion Luka und Geogiy Leonchuk bauten ihren Vorsprung aus, obwohl auch die Ukrainer sich einen elften Rang als ersten Streicher leisteten.

„Für uns kommt es hier ja nicht entscheidend auf die Platzierung an“, sagte Hannes Peckolt, „viel wichtiger sind die positiven Erkenntnisse beim Bootshandling und die taktische Sicherheit.“ Das Duo ruft seit Regattabeginn konstante Leistungen ab und beendete alle Wettfahrttage unter den Top Drei. Der ganz große Wurf sei indes mit guten, aber konservativen Starts nicht zu landen, da die Wettfahrtleitung augenscheinlich viele Frühstarter laufen lasse. Und bei den Kurzrennen ist dann nach dem Start schon eine Vorentscheidung gefallen. „Mit einem fünftem und einem sechsten Rang in der Goldflotte sind wir aber rundum zufrieden“, meinte Jan Peckolt, „auch wenn das sicher kein Bombentag war.“

Zum ersten Mal rutschte die Mannschaft auch aus den besten Zehn heraus und notiert den 13. Einzelplatz als Streicher. Der Vorschoter: „Es ging nur über eine Seite der Regattabahn. Wir lagen nach dem Start auf der verkehrten und waren an der Luvtonne nur Vorletzter.“ Das heißt 25. und zeugt von einer durchaus vorzeigbaren Aufholjagd im Anschluss. „Wir fallen praktisch nie zurück, sondern können unterwegs fast immer Boden gut machen“, erzählten die Brüder, „das ist schon ein beruhigendes Gefühl.“

Für Gründonnerstag wurden erstmals frische bis starke Winde für die Bucht von Palma vorhergesagt. „Wir freuen uns auf die härteren Bedingungen, denn dann wissen wir endlich auch, wie stark sich unser Crewgewichtsverlust seit der WM auswirkt, wenn wir mal Trimmkilos brauchen“, so die Peckolts. Da weitere drei Rennen vorgesehen sind, nach denen es auch noch einen zweiten Streicher gibt, dürfte es vor dem entscheidenden Medalrace am Karfreitag noch einige „Fahrstuhlfahrten“ im Gesamtklassement geben.

 

Zwischenstand nach dem 4. Tag der Princess Sofia Trophy in Palma de Mallorca/Spanien:

49er

1. Rodion Luka/Geogiy Leonchuk (Ukraine) 33 Punkte

2. Pietro und Gianfranca Sibello (Italien) 42

3. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 42

4. Nathan Outteridge/Ben Austin (Australien) 50

5. Andre Fonseca/Rodrigo Duarte (Brasilien) 62

6. Emmanuel Dyen/Yan Rocherieux (Frankreich) 62.


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