Peckolt-Brüder nicht zu bremsen: Rang eins!
20.03.2008

PALMA. Jan und Hannes Peckolt vom T-Systems Team 2008 gehen am Karfreitag bei der Princess Sofia Trophy als Spitzenreiter in das finale Medalrace der 49er-Klasse. Mit einem phantastischen Tagessieg bei stark wechselnden Winden segelte das Duo aus Hamburg und Kiel in der letzten Wettfahrt am Gründonnerstag vor Palma de Mallorca/Spanien auf die Pole Position. Die Verfolger liegen ihnen jedoch dicht auf den Fersen, so dass zwischen dem Gesamtsieg und dem „undankbaren“ vierten Platz noch alles möglich ist.



Sie hatten eigentlich gespannt auf ihre Starkwindleistungen gewartet, nachdem erstmals eine frische Brise vorhergesagt war. Denn die Peckolts haben im Hinblick auf die Olympischen Spiele im August in Qingdao, wo es aller Voraussicht nach viel Leichtwind geben wird, schon ordentlich Gewicht verloren. Am Donnerstagmorgen wehte es vor der spanischen Urlaubsinsel dann sogar zu heftig, so dass der erste 49er-Start verschoben wurde – bis der Wind plötzlich fast ganz weg war. „Zwischen Stärke eins und fünf hatten wir nachher alles im Wechsel“, berichtete Hannes Peckolt, „und dazu gab es Dreher um bis zu 50 Grad.“

In diesen schwer auszurechnenden Bedingungen behielten die Brüder von Yacht-Club Langenargen einmal mehr die Nerven. Während die bisherigen Spitzenreiter Luka/Leonchuk aus der Ukraine zweimal deftig patzten, die Plätze 18 und 22 aber beide streichen konnten, fuhren die Deutschen weiter konstant gut. „Wir waren zwar nicht wirklich schnell, aber meist in die richtige Richtung unterwegs“, sagte Jan Peckolt mit Genugtuung. Nachdem die Sibello-Brüder aus Italien nach einem Tagessieg nur Elfte wurden, verpassten sie ihrerseits den Sprung auf Platz eins. Den muss das T-Systems Team 2008 nun im Medalrace gegen gleich drei Verfolger verteidigen, denn auch die australischen Weltmeister Outteridge/Austin könnten trotz einer Frühstartdisqualifikation am vorletzten Tag nach Gesamtsieger werden.

Alle Gegner profitierten vom Reglement, nach dem nur bei den 49ern zwei statt ein Rennen gestrichen werden dürfen. Die Peckolts nahmen „nur“ einen achten Rang aus der Wertung. Hannes Peckolt: „Das ist diesmal halt Pech, aber es kann uns nächstes Mal ja auch umgekehrt treffen.“ Am Schlusstag wollen sich die Brüder nicht nervös machen lassen, sondern bei vorhergesagtem mäßigen Westwind mit Wellengang „alles rausholen, nur keinen Frühstart riskieren“. Schon jetzt sind die deutschen Olympioniken mit dem Abschneiden mehr als zufrieden.


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